Stop the genocide! Free palestine!
Kommt zur Demo in Lingen am 06.09.2025 um 15:00 Uhr
Geht auf die Straße! Gegen Völkermord, gegen Antisemitismus und gegen Waffenlieferungen!
Seit Jahrzehnten leben Menschen in Palästina unter einer Besatzung und Siedlungspolitik, die nach internationalem Recht unzulässig ist. Besonders im Gazastreifen ist das Leid aktuell so groß wie nie. Seit dem grausamen Angriff auf die israelische Zivilbevölkerung der Hamas am 7. Oktober 2023 greift die israelische Regierung den abgeriegelten Gazastreifen fast ununterbrochen ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung an. Dabei geriet auch lebensnotwendige Infrastruktur wie z. B. Krankenhäuser und Schulen unter Beschuss. Gleichzeitig wird die Blockade genutzt, um die Bevölkerung von lebenswichtigen Gütern wie Lebensmitteln, Medikamenten und Trinkwasser abzuschneiden. Anfangs war das offizielle Ziel, die Geiseln zu befreien. Jetzt zeigt der andauernde Genozid im Gaza-Streifen die wahren Absichten. Laut offiziellen Angaben wurden bisher über 55.000 Menschen im Gazastreifen durch israelische Angriffe getötet. Fachleute gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt. Jetzt schon sind mehr als 90 Prozent der Gebäude beschädigt oder zerstört. Die Ernährungslage ist katastrophal. Hunger, akute Unterernährung und erhöhte Sterblichkeit sind weit verbreitet. Die medizinische Versorgung und andere lebenswichtige Einrichtungen sind zusammengebrochen. Schwerverletzte müssen oft im Freien und ohne Betäubung behandelt werden. Kinder leiden unter Krankheit, Verletzungen, tiefen seelischen Wunden und sterben durch Hunger.
Zeitlicher Ablauf Demo
15:00 Uhr: Start an der Unterführung am Bahnhof / Infos & Hinweise
15:15 Uhr: Start Demozug zum Marktplatz
15:30 Uhr: Kundgebung
16:00 Uhr: Austausch / Kundgebung Ende
16:30 Uhr: Offizielles Ende
Deutsche Waffenlieferungen – in wessen Interesse?
Friedrich Merz hat angekündigt, dass Deutschland bis auf Weiteres keine Ausfuhren von Rüstungsgütern genehmigt, die im Gazastreifen zum Einsatz kommen können. Dies ist zwar der richtige Schritt, reicht aber nicht, da trotzdem weitere Waffen geliefert werden, welche auch im Gazastreifen zum Einsatz kommen können. Ebenfalls werden bereits beschlossene Waffenlieferungen weiterhin durchgesetzt. Der zivilgesellschaftliche Druck muss deshalb aufrechterhalten werden. Wir fordern die Anerkennung und Durchsetzung des internationalen Völkerrechts unabhängig von Nationalität oder Religion. Die Bundesregierung muss sich für die Unterstützung demokratischer Kräfte in Israel und Palästina einsetzen, die gemeinsame friedliche Lösungen anstreben.
Konflikte, Gewalt und Unterdrückung mit langer Geschichte
Auch wenn der Feldzug der israelischen Regierung, insbesondere seit den Angriffen vom 07. Oktober 2023, eine Zäsur bildet, hat der Konflikt eine lange Vorgeschichte. So werden im Zuge der völkerrechtswidrigen Besatzung des Westjordanlands und der seither praktizierten illegalen Siedlungspolitik Palästinenser*innen vertrieben und diskriminiert. Amnesty International bezeichnet die Ungleichbehandlung von israelischen Staatsbürger*innen und Palästinenser*innen in den besetzten Gebieten als faktisches Apartheidsystem. Zugleich leiden die Menschen im Gazastreifen nicht nur unter Blockade und militärischer Gewalt, sondern auch unter der autoritären Herrschaft der Hamas, die demokratische Mitbestimmung, Opposition und grundlegende Menschrechte massiv einschränkt.
Kein Rassismus, kein Antisemitismus: Solidarität mit Palästinenser*innen, Muslim*innen und Jüd*innen in Deutschland
In Deutschland lebt der größte Teil der in Europa lebenden palästinensischen Diaspora. Viele Palästinenser*innen gehen dort seit 19 Monaten auf die Straße und demonstrieren gegen das Vorgehen der israelischen Regierung. Während viele dieser Menschen unzählige Familienmitglieder und Freunde im Gazastreifen verloren haben, wird ihr Protest kriminalisiert und ein importierter Antisemitismus heraufbeschworen. Dabei wird ignoriert, dass die wahre Gefahr durch antisemitische Übergriffe eindeutig von rechts kommt. Wir fordern klare Benennung und Ablehnung jedweden Rassismus und Antisemitismus. Wir dürfen nicht zulassen, dass hier lebende Jüd*innen für die Politik der israelischen Regierung verantwortlich gemacht werden. Ebenso dürfen hier lebende Muslim*innen und Menschen aus dem Nahen Osten nicht unter Generalverdacht gestellt werden.
Zu dieser Demonstration ruft der Kreisverband Die Linke Emsland und die Linke Grafschaft Bentheim auf.
Wir fordern von der Bundesregierung:
• Sofortige Einstellung aller Waffenexporte an Israel durch Deutschland
• Einsatz für die Freiheit und Selbstbestimmung der Menschen in Palästina durch die Anerkennung Ihrer Staatlichkeit – unter gleichzeitiger Wahrung des Existenzrechts Israels
• Sofortige Aufnahme palästinensischer Geflüchteter
Diplomatischer Einsatz für:
• Sofortigen Waffenstillstand zwischen der israelischen Armee und allen weiteren Konfliktparteien
• Ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe in den Gazastreifen
• Rückzug der israelischen Armee sowie Beendigung der Gewalt in allen besetzten Gebieten
• Freilassung aller Geiseln und politischen Gefangenen auf beiden Seiten
Möchtet ihr mit eurer Gruppe, Partei oder Organisation auch offiziell zur Demo aufrufen?
Schreib uns eine Mail, und wir führen euer Logo mit auf!
- Die-Linke_Flyer-Event-Programm-DINA5 PDF-Datei (1 MB)

